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KI-Bildgenerierung in der Agentur: eine ehrliche Momentaufnahme (September 2026)
KI-Bilder sind 2026 überall – und fast überall sehen sie gleich aus. Zeit für einen ehrlichen Blick hinter unsere Kulissen: wie wir bei Pixelperfektion seit den ersten Modellen mit Bildgenerierung arbeiten, was heute wirklich geht, was schiefgeht, wenn man es falsch angeht – und warum wir trotzdem weiter echtes Bildmaterial einkaufen. Eine Momentaufnahme, bewusst mit Datum: Was hier steht, gilt für September 2026 – in diesem Feld ist das eine lange Zeit.

Die frühen Jahre: Ölgemälde ja, Fahrzeuge nein
Intern haben wir schon vor vielen Jahren mit Tools wie Midjourney die ersten Schritte in der KI-Bildgenerierung gemacht. Ich erinnere mich noch sehr gut: Bei abstrakten Generierungen – Gemälde, Ölbilder, Zeichnungen – kamen früh erstaunlich gute Ergebnisse. Bei allem Konkreten, etwa Fahrzeugen, gab es dagegen große Schwierigkeiten. In diesem frühen Stadium habe ich persönlich sehr viel Zeit investiert, verschiedene Prompt-Strukturen und -Typen getestet und meine Learnings daraus gezogen.
Bei Kundenprojekten haben wir den Einsatz in diesen frühen Stunden bewusst vermieden. Erst gegen Ende 2022 waren wir so weit, dass wir erste kommerzielle Arbeiten mit KI angeboten haben – natürlich in Rücksprache, sogar eher als proaktive Empfehlung an unsere Kunden: für Connection to Paradise, das exklusive Kundenmagazin des Münchner Luxus-Reiseanbieters DESIGNREISEN, und für das Nachhaltigkeits-Magazin mint., bei dem wir ebenfalls KI-Bilder eingesetzt haben. Diese Generierungen waren bereits deutlich ausgereifter – und was für mich immer der entscheidende Punkt war: Sie waren konsistent reproduzierbar, gerade bei Bildstrecken und einem definierten Bildstil. Denn ich möchte durchgehende Qualität und keine Überraschungen für unsere Kunden.

Was sich seit ChatGPT verändert hat
Über die nächsten Jahre ist einiges passiert, und spätestens seit ChatGPT ist das Thema in jedem Mittelständler und auch in kleineren Unternehmen angekommen: Mit einem schnellen Prompt bekomme ich Bilder, die ich für mein Unternehmen verwenden kann. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits einige Jahre Vorsprung – beim Prompten, vor allem aber bei den Werkzeugen und Prozessen dahinter. Denn genau da entscheidet sich der Unterschied zwischen einem Zufallstreffer und einer Bildwelt.
Wie wir 2026 arbeiten: Tool-Ketten, LoRA-Training und Fotografie-Wissen
Heute nutzen wir eine Verkettung verschiedenster Tools, um konsistente, reproduzierbare Shootings art-direkten zu können. Wir definieren Models konsistent und lernen sogenannte LoRA-Files an – lokal mit viel Rechenleistung oder ausgelagert. Mit diesen können wir Räume ergänzend gestalten, etwa das Büro unserer Kunden nachbilden, oder eines der definierten Models mit den jeweiligen Produkten konsistent und professionell in Szene setzen. Dazu kommt unser Know-how aus visueller Sprache und Branding – und aus der Fotografie: die richtige Objektiv-Wahl, die passende Brennweite, die Lichtsetzung. Genau das rundet die Ergebnisse professionell ab. Bildmodelle wie Nano Banana, Nano Banana Pro und Nano Banana 2 haben wir über alle Generationen hinweg im Einsatz gehabt und verglichen; dazu arbeiten wir viel mit Plattformen wie Higgsfield und bleiben dort am Puls, wenn neue Funktionen oder MCP-Schnittstellen zu KI-Tools wie Claude oder ChatGPT erscheinen. Und für wiederkehrende Aufgaben haben wir komplette automatisierte Workflows aufgesetzt und programmiert – n8n-Automatisierungen, die Bilderstellung und Adaptionen im Hintergrund durchführen.

Ein Beispiel in Zahlen: das digitale Shooting für Kröll
2025 stand für Kröll Verpackung ein umfangreiches Shooting an, das wir ursprünglich klassisch geplant hatten – mit Fotografin oder Fotograf hier in München. Die Angebote bewegten sich um die 20.000 Euro und sprengten das Budget. Stattdessen haben wir mit verschiedenen Locations und zwei von uns definierten Models ein konsistentes Package von rund 40 bis 50 Bildern generiert, das heute in High-Res zur Verfügung steht. Apropos High-Res: Auch da hört es 2026 nicht auf – mit Tools wie Topaz interpolieren und skalieren wir Bilder für den Druckbereich hoch. Ein Luxus, den wir 2022 bei Connection to Paradise gerne schon gehabt hätten.

Seit 2025 auch bewegt: KI-Video
Viele Tests und Erfahrungen haben wir inzwischen auch bei der Videogenerierung gesammelt. Für RockPhant haben wir bereits ab 2025 Social-Media-Ads KI-generiert – auf Basis der Bild-Assets, sodass das Videomaterial konsistent zur Bildwelt bleibt. Besonders mit Modellen wie Kling Kling 3.0 und Seedance 2.5 konnten wir sehr gute Ergebnisse liefern, und die werden von Tag zu Tag besser.
Der kritische Blick: KI-Slop erkennt man – und die Leute ärgert er
Ein kritischer Blick gehört für uns immer dazu. Als Gestalter sehen wir KI-erstellte Bilder und vor allem Grafiken extrem schnell – besonders dann, wenn sie nur mit einem Prompt, ohne Feinschliff und ohne Konzept aus dem Modell gefallen sind. Und wir beobachten Social Media genau: Unter KI-erstellten Werbungen, Bildern und sogar Websites häufen sich hämische Kommentare – Userinnen und User ärgern sich sichtbar über KI-Slop. All das muss man heute berücksichtigen, und auch hier sehen wir uns als Agentur in der Pflicht, bedarfsgerecht zu beraten: Wir wissen, was als KI erkannt wird. Wir wissen, was nicht als KI erkannt wird. Und wir wissen, wie man KI-Inhalte korrekt kennzeichnet und klassifiziert. Diese Gratwanderung gehen wir gerne – damit unsere Kunden am Ende des Tages optimal beraten sind.
Was wir nicht machen
Kunden KI-Content unterjubeln. Wir haben nach wie vor Accounts bei Getty Images und Co., und kaufen echtes Bild- und Videomaterial ein, wo es das Richtige ist. Es braucht Transparenz und Kommunikation – in beide Richtungen.
Das Prinzip dahinter
So oder so: Wir leben nach dem Prinzip 100 % Human Art-Directed – und wollen zugleich das Maximum aus der KI herausholen. Unser Ansatz sind extrem fotorealistische, emotionale und bedarfsgerechte Bilder: als Werkzeug, als Verlängerung der Möglichkeiten unserer Kunden. Denn man kann nicht mit einem Model an drei Orten gleichzeitig sein. Man kann nicht jede Location buchen. Und manchmal lässt das Budget keinen Fotografen auf einem anderen Kontinent zu. Genau hier ist der Einsatz von KI smart – wenn er mit Bedacht und proaktiv getroffen wird.
Wie wir mit KI arbeiten – von der Bildproduktion über Code bis zu unseren Spielregeln – zeigen wir transparent auf unserer KI-Seite. Und ob eine KI-Bildwelt zu deinem Projekt passt, klären wir ehrlich im Kennenlern-Call.



