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Marketing

Gefunden werden in ChatGPT und Co.: Was wir getestet haben

Ein Beitrag von:
Norbert Koza

Inhalt

Kurz gesagt: GEO heißt, so aufgestellt zu sein, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity euer Unternehmen nennen und empfehlen. Bei uns haben vor allem sechs Dinge gewirkt: saubere Technik, einheitliche Daten, Bewertungen, Fachbeiträge, Inhalte mit echter Erfahrung und konsequentes Messen. Stand heute nennt uns der KI-Modus von Google bei der Frage nach den besten Webdesign-Agenturen in München auf Position 1,7.

Wir sind seit über zehn Jahren Google Partner, steuern Google Ads und betreuen Kunden im Bereich SEO. Trotzdem häufen sich gerade in diesem Jahr, verständlicherweise, die Anfragen rund um ChatGPT, Claude, Perplexity und Co., also die GEO-Sichtbarkeit in den KI-Systemen. Mit diesem Artikel wollen wir bewusst Trends, unklare Empfehlungen und Vermutungen voneinander trennen. Wir zeigen konkret, was wir als Agentur für unsere eigene GEO-Sichtbarkeit in München machen, und geben euch ein paar Tipps und Tricks an die Hand.

Was ist GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Systeme euer Unternehmen in ihren Antworten nennen, zitieren und empfehlen. SEO bringt euch in die Trefferliste, GEO in die Antwort. Das eine ersetzt das andere nicht: Was Google nicht findet und versteht, liest in der Regel auch kein KI-System.

1. Technik: das Fundament

Eines der wichtigsten Fundamente ist die technische Seite eurer Website. Alle Weichen sollten so gestellt sein, dass KI-Systeme eure Website optimal lesen und finden können.

Das fängt schon bei Kleinigkeiten an. Je nach System reicht ein einziges Häkchen, und die KI-Crawler können eure Website gar nicht mehr lesen, ohne dass ihr es merkt. In Webflow etwa sperrt die Einstellung “Disable Webflow subdomain indexing” unter Site Settings > SEO die gesamte Website für Suchmaschinen und KI-Crawler gleichermaßen. Auf Seitenebene passiert dasselbe, wenn “Index this page” deaktiviert ist. Und wer eine eigene Cloudflare-Anbindung nutzt, sollte prüfen, ob KI-Bots dort blockiert werden.

Neben diesem Häkchen gibt es eine Reihe weiterer technischer Punkte. Die fünf wichtigsten:

  1. KI-Crawler nicht aussperren. Die robots.txt darf Bots wie GPTBot, OAI-SearchBot, PerplexityBot oder ClaudeBot nicht blockieren, sonst fehlt ihr in deren Antworten.‍
  2. Inhalte direkt im HTML ausliefern. Was erst per JavaScript nachgeladen wird, etwa in Slidern oder Tabs, sehen viele KI-Crawler nicht.‍
  3. Strukturierte Daten nutzen. Name, Adresse, Telefon, Gründungsjahr, Leistungen und Auszeichnungen maschinenlesbar auszeichnen, dazu FAQ und Breadcrumbs.‍
  4. Saubere Indexierung. Eine aktuelle Sitemap, korrekte Weiterleitungen nach einem Relaunch und keine toten Links.‍
  5. Klare Struktur. Überschriften, die Fragen beantworten, und die Antwort jeweils im ersten Satz eines Abschnitts.

2. Einheitliche Daten in allen Verzeichnissen

Je nachdem, in welchem Tätigkeitsfeld ihr unterwegs seid, werdet ihr bei der eigenen Suche merken, dass die KI-Systeme ganz unterschiedliche Quellen nutzen. Und das ändert sich mit jeder Anfrage. Ihr könnt heute bei ChatGPT sofort gefunden werden und fünf Minuten später überhaupt nicht genannt werden. Das ist ganz normal.

Bestimmte Quellen tauchen aber immer wieder auf. Und hier liegt euer To-do: Diese Quellen sollten immer die gleichen Daten haben. Wenn eine Quelle ein Münchner Branchenbuch ist und es dazu einen Eintrag bei den Gelben Seiten gibt, dann sollten alle Einträge dieselbe Adresse, dieselbe Telefonnummer und eine ähnliche Beschreibung haben. Nennt nicht auf jedem Portal andere Leistungen. Widersprüchliche Angaben machen ChatGPT und Co. unsicher, und dann werdet ihr seltener genannt.

Die wichtigste Quelle ist dabei das Google-Unternehmensprofil. Prüft dort neben den Daten auch die Kategorien, denn danach sortieren die KI-Systeme, wofür sie euch empfehlen.

3. Bewertungen als Vertrauenssignal

Bewertungen sind für KI-Systeme eine Art Vertrauensquelle. Gerade wenn jemand nach einem Unternehmen in Verbindung mit Erfahrungen sucht, geht die KI deutlich tiefer als früher die klassische Google-Suche. Die ließ sich mit Keywords und einer passenden Landingpage relativ einfach austricksen. Die KI holt sich dagegen eine oder mehrere weitere Dimensionen dazu und prüft kritisch, ob ihr wirklich die Erfahrung habt, die ihr behauptet. Bewertungen helfen dabei als Trust-Signal.

Bei unseren Tests hat sich gezeigt: Perplexity greift für Agenturempfehlungen stark auf Bewertungsplattformen wie Agenturtipp und Sortlist zurück, auch wenn die Links dort für Google keinen klassischen Linkwert haben. Für GEO zählt, was über euch geschrieben steht.

4. Gastbeiträge, Podcasts und Fachmedien

Ein weiterer Vertrauensfaktor sind Gastbeiträge in Fachmedien, Interviews und Podcasts. Sie unterstreichen eure Expertise in der Branche. Platzierungen in den Medien eurer Fachwelt sind auch für ChatGPT und Co. sehr wichtig: Ihr werdet dort gefunden und empfohlen und bekommt zusätzlich Links von Domains mit hoher Autorität. Zusammen ergibt das ein großes Gesamtbild, das sich für die KI-Systeme klar abzeichnet.

5. Inhalte mit echter Erfahrung

Viele neigen gerade dazu, massenweise mit ChatGPT und Co. News zu posten und ihre Website oder ihr LinkedIn-Profil regelrecht zu fluten. Google hat zwar klargestellt, dass KI-Inhalte im Ranking nicht grundsätzlich abgestraft werden. Gleichzeitig haben die Core-Updates der letzten Jahre gezeigt, dass dünne Inhalte ohne Mehrwert an Sichtbarkeit verlieren und belohnt wird, wer echten Mehrwert bietet.

Ein Tipp von mir: Ich spreche meine Empfehlungen zum Beispiel mit der Diktierfunktion in meine Apple-Notizen. So kann ich gerade im Stau oder in anderen Situationen schnell und effizient Inhalte festhalten, die einzigartig und von unserer langjährigen Erfahrung geprägt sind.

Damit die KI-Systeme diese Inhalte auch zitieren, achten wir auf drei Dinge:

  • Die Antwort zuerst. Jeder Artikel beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung, wie oben in diesem Artikel.‍
  • Listen, Tabellen und FAQ. Klar gegliederte Inhalte werden deutlich häufiger übernommen als Fließtext.‍
  • Belege auf der eigenen Website. Auszeichnungen, Kunden und Zahlen gehören auf eure eigene Seite. Bei unseren Tests hat Google AI Mode Agenturen mit Awards empfohlen, und die Quelle war jeweils die Website der Agentur selbst, nicht die Award-Plattform.

6. Messen, wo ihr stattfindet

Gerade wenn ihr anfangt, eure Sichtbarkeit auszubauen, solltet ihr relativ schnell wissen, wo ihr gerade stattfindet. Dafür gibt es mehrere Wege:

  • Google Search Console: Seit Juni 2026 gibt es einen eigenen Bericht für Googles KI-Funktionen. Er zeigt, wie oft eure Seiten in der KI-Übersicht und im AI Mode erscheinen, bisher allerdings nur Impressionen, keine Klicks.‍
  • Google Analytics: Besucher aus ChatGPT, Perplexity oder Claude seht ihr dort als Verweise, etwa von chatgpt.com oder perplexity.ai.‍
  • Spezialisierte Tools: Wir nutzen zusätzlich Ahrefs Brand Radar, das zeigt, in welchen KI-Antworten eure Marke vorkommt.

Der kleine Weg über die Search Console ist trotzdem meine wichtigste Empfehlung. Schaut dort immer wieder in eure echten Suchanfragen, denn inzwischen laufen auch die Eingaben aus dem KI-Modus von Google in diese Übersicht ein. Unter Leistung, Filter “Suchanfrage”, “Benutzerdefiniert (regulärer Ausdruck)” findet ihr sie mit diesen zwei Filtern:

So seht ihr, was die Leute wirklich gefragt haben.

Unsere Ergebnisse

In unserem Fall sieht man zum Beispiel, dass Menschen den KI-Modus von Google fragen, wer die beste Webdesign-Agentur in München ist. Und Pixelperfektion wird dort, Stand heute, weit oben genannt:

Quelle: Google Search Console, Juli bis Oktober 2026, Stand 14.10.2026

Ein zweites Beispiel: Unser Artikel zur Website-Ausschreibung wurde einen Tag nach Veröffentlichung in der KI-Übersicht von Google als Quelle zitiert, an vier Stellen.

Und ehrlich gesagt: Nicht alles läuft schon so gut. Bei Branding-Fragen stehen wir erst auf Position 7 bis 11, daran arbeiten wir gerade.

Genau hier kommen alle Empfehlungen aus diesem Artikel zusammen. Erst das Zusammenspiel aus Technik, einheitlichen Daten, Bewertungen, Fachbeiträgen, echten Inhalten und Messen macht diese Sichtbarkeit möglich.

Häufige Fragen

Was ist GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity ein Unternehmen in ihren Antworten nennen und empfehlen.

Brauche ich SEO oder GEO?

Beides. SEO sorgt dafür, dass Google eure Website findet und versteht, und darauf baut GEO auf. Ohne gute Grundlagen in SEO wird es schwer, in KI-Antworten genannt zu werden.

Kann man sich in ChatGPT einkaufen?

Nein, eine bezahlte Platzierung in den Antworten gibt es nicht. Ihr könnt nur die Quellen verbessern, aus denen die KI-Systeme lesen: eure Website, eure Einträge, Bewertungen und Fachbeiträge.

Warum werde ich mal genannt und mal nicht?

Das ist normal. KI-Systeme formulieren jede Antwort neu und nutzen dabei unterschiedliche Quellen. Entscheidend ist, wie oft ihr über viele Anfragen hinweg genannt werdet, nicht eine einzelne Antwort.

Wie messe ich meine GEO-Sichtbarkeit?

Mit dem KI-Bericht und den Suchanfragen in der Google Search Console, den Verweisen aus ChatGPT und Co. in Google Analytics und bei Bedarf mit Tools wie Ahrefs Brand Radar.

Noch nicht sichtbar in ChatGPT & Co.?

Lerne uns kennen und zeig uns deine Website. Wir prüfen gemeinsam mit dir, wie sichtbar ihr in der KI-Suche seid und wo die größten Hebel für mehr Sichtbarkeit liegen.

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